Samstag, 25. Dezember 2010

frohe weihnachten!

ihr lieben,

wir moechten euch auf diesem weg ein frohes und besinnliches weihnachtsfest im kreise eurer familie, verwandten und freunde wuenschen. wir wuenschen euch angenehme feiertage, eine entspannte zeit und natuerlich ein braves christkindl ;)

ausserdem natuerlich: guten rutsch in ein schoenes, glueckliches, aufregendes, erfolgreiches und gesundes neues jahr! wir freuen uns darauf, euch alle 2011 wieder zu sehen!

alles liebe,
veronika & mario



frohe weihnachten & guten rutsch - merry christmas & a happy new year - buon natale & felice anno nuovo - s rozhdezvjom i s novym godom!!



Donnerstag, 23. Dezember 2010

on the road to sydney (12. – 21. dezember)

nach magnetic island war unser nächstes „großes“ ziel sydney, und diesmal war die fahrt gekennzeichnet stränden – einer schöner als der andere, und die meisten waren schon südlich genung, sodass es keine gefährlichen quallen gab, und wir unbekümmert schwimmen gehen konnten.

airlie beach
airlie beach war noch relativ weit nörlich, insofern konnten wir dieses türkise wasser und den weißen strand nur bewundern, im wasser schwimmen war leider nicht möglich. trotzdem fanden wir diesen stop sehr schön und entspannend – romantisches frühstück unter palmen, den ganzen tag an der esplanade faulenzen und lesen (dort gab’s einen park mit schwimmbad)… einfach die seele baumeln lassen.

yeppoon
nach yeppoon hat uns eigentlich nur der zufall in form eines straßenschildes, welches einen „scenic tourist drive“ anpries, geführt. wir sind dem schild nachgefahren und wurden für diesen kurzen umweg mit einem netten strand, der diesmal nicht aus weißem sand, sondern aus lauter kleinen muscheln bestand (sand selbst war eigentlich kaum zu sehen)

agnes waters
dieses kleine bade-örtchen ist ein kleiner geheimtipp, da noch nicht soooo viele touristen ihren weg dorthin finden. diejenigen, die es jedoch finden, haben die chance, ewig auf einem langgezogenen sandstrand zu spazieren und auch ohne angst vor quallen schwimmen gehen zu können.

burrum heads & hervey bay
unser ziel am 15. dezember war hervey bay, welches einen 10 km langen sandstrand versprach. auf dem weg dorthin sind wir noch an einem ort namens burrum heads vorbeigekommen und – neugierig, wie wir nach wie vor sind – dort stehen geblieben. dieser sandstrand war mindestens genauso lang wie die versprochenen 10 km in hervey bay, hatte nur den einen enormen vorteil: er war menschenleer. da gerade ebbe war, haben wir die chance für einen langen, gemütlichen spaziergang genützt, bevor wir in das etwas bevölkertere hervey bay gefahren sind.

rainbow beach
rainbow beach war dann der strand, der uns zwischen all den schönen plätzen dann vermutlich am besten gefallen hat. schwarz-weißer sand, türkises wasser, rechts und links von uns hat der strand den horizont berührt… und, seinem namen alle ehre machend, hatte der strand noch einen wunderschönen regenbogen für uns parat: nämlich einen kreis rund um die sonne!

noosa heads & castaway beach
noosa heads ist in australien für seine schönen strände bekannt (wie oft kann man eigentlich in einem beitrag das wort „strand“ verwenden??), eine traumhaft gelegenen wohn- und urlaubsgegend mit häusern, die einen träumen lassen… und ist so irgendwie das „kitzbühl der ostküste“. auch hier fanden wir einen eher unbevölkerten strand (denn man wird am parkplatz eindringlich durch schilder gebeten, dort nicht hinzugehen und v.a. nicht zu schwimmen, denn es gibt keine rettungsschwimmer… also trauen sich nur die wirklich mutigen dort hin ;-)) wo wir einen tag verbrachten.

bribie island…
… ist eine gar nicht kleine insel vor nördlich von brisbane, wo man mit dem auto hinkommt. auch hier gab es einen sehr schönen strand, allerdings war das ganze sehr touristisch mit vielen menschen (v.a. um die von rettungsschwimmern bewachte zone am strand). etwas abseits vom troubel konnten wir jedoch wieder ein bisschen spazieren. dies war auch unser letzter stop am meer, denn von hier aus ging es wieder ins landesinnere

glen innes
nach glen innes hat uns nur eines verschlagen: veronika’s ehemalige gastschwester kimberly. glen innes ist ca 150 km von der küste entfernt und ein kleines, verschlafenes dörfchen, in dem kimberly mit ihrem freund lebt. wir haben dort einen sehr netten tag mit erinnerungen an frühere zeiten verbracht, bevor wir weiter richtung sydney fuhren.


jetzt gerade sitzen wir wieder mal auf einer rast-stätte, kurz vor sydney, und verbringen unseren letzten abend in unserem camper. wir blicken irgendwie wehmütig auf die vergangenen 50 tage zurück, die wunderschön, aufregend, abwechslungsreich und voller überraschungen waren. im hintergrund spielen weihnachtslieder (damit wir zumindest ein bisschen in weihnachtsstimmung kommen), die koffer sind gepackt, und wir denken mit einem lachenden und einem weinenden auge an morgen: einerseits haben wir unser mobiles zuhause sehr lieb gewonnen und würden gern noch ein bisschen länger damit herumfahren, andererseits freuen wir uns natürlich auch auf den nächsten abschnitt unserer reise, der zugleich (für veronika) eine reise in die vergangenheit wird. wir werden die weihnachtsfeiertage mit ihrer ehemaligen gastfamilie in young verbringen, und anschließend über silvester bei ihren high-school freunden in sydney bleiben. davon erzählen wir euch dann aber im nächsten jahr =)

wir wünschen euch in der zwischenzeit eine schöne restliche vor-weihnachtszeit und freude aufs christkind, wir melden uns sicher noch vor den festlichkeiten bei euch!


airlie beach

rainbow beach


burrum heads




agnes water


der muschel - sand in yeppoon



mackay - wir sind hier nur kurz durchgefahren, und in eine nette, kleine "fussgaengerzone" gestossen








wir beide beim zusammenpacken in unserem camper am letzten abend






Sonntag, 12. Dezember 2010

on the road to magnetic island (6. & 7. dezember) und magnetic island selbst (8. – 12. dezember)

von cairns aus sind wir am 5. dezember noch spät abends, nach einem entspannenden tag an der esplanade mit schwimmen, sonneliegen (also eigentlich schatten-liegen) und bisschen spazieren gehen, weitergefahren. unser ziel war magnetic island (eine kleine, schöne insel vor der stadt townsville, die wiederum 350 km südlich von cairns liegt), und auf diesem weg haben wir natürlich wieder ein paar stops eingelegt:

innisfail
dies ist ein kleines, idyllisches städtchen ca. 80 km südlich von cairns, wo wir kurzen schlaf- und frühstückshalt gemacht haben.

mission beach
ist eigentlich eine art „rimini“ der ostküste, nicht weit von der autobahn entfernt und dadurch entschieden wir uns für diesen kleinen umweg. bereits am weg wurden wir damit belohnt, dass wir einen cassowary gesehen haben. cassowaries sind verwandte des emus und eine bedrohte vogelart – wir hatten das glück, einen aus nächster nähe neben der straße zu sehen! in mission beach selbst waren wir auch sehr positiv überrascht – da gerade die regenzeit ist, fanden wir einen zwar bewölkten, dafür aber praktisch menschenleeren, wunderschönen und sehr langen sandstrand vor, auf dem wir uns eine gute weile die beine vertraten.

tully
tully ist die zweit-nasseste stadt australiens und hält seinen rekord bei über 7.900 mm regen in einem jahr. demnach ist das symbol der stadt auch ein riesengroßer gummistiefel. dreimal dürft ihr raten, wie hoch der ist ;)… 7,9 m.

cardwell
in diesem kleinen ort hatten wir geplant, den viel-gepriesenen „forest drive“ zu machen, der schöne aussichtspunkte und wasserlöcher versprach. da wir die zufahrt nicht auf anhieb fanden, mussten wir jedoch warten, bis die touristeninfo aufsperrte (wir waren schon gegen 7.00 uhr früh da) – was wir bei kaffee am strand taten. und auch hier konnten wir wieder für uns ungewöhnliche tiere in freier wildbahn sehen: ziemlich große meeresschildkröten!
bei der touristeninfo entpuppte sich der geplante drive dann leider als ungeteerte straße, die wir mit unserem camper leider nicht befahren dürfen (schon gar nicht für 50 km), also sind wir ohne diese eindrücke weitergefahren.

ingham
auch hier fanden wir nicht so ganz das, was wir suchten. laut infobroschüre über die region ist ingham „little italy australiens mit mediterranem charm“ – davon war jedoch leider gar nichts zu spüren (außer dass ein autohändler einen italienischen namen hatte), und deshalb sind wir schnell weiter gefahren, und zwar nach forrest beach.

forrest beach
ist eine kleine siedlung am meer, wieder mal mit einem sagenhaft schönen strand (und sogar netzen gegen die quallen, also konnten wir hier schwimmen) – und dem bis jetzt ersten und einzigen „spar“-supermarkt den wir auf unserer reise gesehen haben! (die suche nach heimischen produkten wie brot und käse war jedoch leider vergebens ;))

magnetic island
wie schon gesagt, magnetic island ist eine kleine insel (ca. 10 x 10 km) nicht weit vom festland entfernt. sie ist bekannt für ihre schönen, abgeschotteten und einsamen buchten und gilt als kleines paradies – was wir nur bestätigen können. daher haben wir uns hier 4 tage ruhe, strand, sommer, sonne, meer (und pause vom fahren) gegönnt.

wir sitzen gerade vor unserem camper und haben gesellschaft von possums (kleinen beuteltieren, die eichhörnchen ähneln, jedoch etwas größer sind), wallabies (die kleineren verwandten der kängurus), schwarzen und weißen kakadus und bunten papageien sowie unzähligen schmetterlingen. ein besonderes erlebnis sind auch die spaziergänge auf der insel, wo man, wenn man ein bisschen aufmerksam ist einige koalas zu sehen bekommt (siehe fotos)

wenn ihr das lest sind wir wieder am festland und fahren weiter richtung süden. das nächste mal melden wir uns kurz vorm feste… und bis dahin trinkt einen punsch für uns mit!


das gericht in innisfail


der cassowary


mission beach


das wahrzeichen von tully - der 7,9m hohe gummistiefel


eine kleine, süße kirche in der nähe von tully


cardwell, am strand


hier eine der meeresschildkröten, die wir während unserem frühstück am strand von cardwell beobachten konnten


mario fand bei einem wasserloch auch einen neuen freund, der sich nur schwer von ihm wieder los riss... der "kleine" schmetterling ist ein ulysses-schmetterling und erreicht eine flügelspannweite von bis zu 10 cm!


forrest beach


der spar von forrest beach... wir fühlten uns richtig "heimelig"


balding bay auf magnetic island. in diese bucht kommt man nur über einen kurzen spazierweg durch den wald (weshalb sie vermutlich auch menschenleer war...)


wir beide in balding bay


ausblick von der straße auf eine der 20 verschiedenen kleinen buchten von magnetic island



und zu guter letzt: dies ist einer der zwei baby-koalas, die wir gesehen haben. natürlich hat er grad geschlafen - koalas schlafen bis zu 20 stunden täglich... (allerdings konnten wir ihn auch beim sich-strecken und fressen beobachten!)

Sonntag, 5. Dezember 2010

cairns, daintree national park, port douglas & cooktown (26. november – 4. dezember)


es ist doch eine weiterfahrt richtung norden geworden – dem regen zum trotze ;)

cairns
zuerst waren wir fast drei tage in cairns. am ersten tag gegen mittag haben wir uns gleich mit günther, mario’s großonkel, getroffen, und bei gemütlichem kaffee und späterem abendessen von unserer reise berichtet, uns tipps für malaysien und thailand geholt und seinen erzählungen von seinen vergangenen zahlreichen reisen gelauscht. am zweiten tag haben wir uns (in den regenpausen) das zentrum von cairns, vor allem die esplanade – die promenade entlang des strandes – angesehen. anschließend sind wir durch den wochenend-markt spaziert, haben viel obst gekostet und so manches auch verhältnismäßig günstig erstanden, und dann haben wir an der esplanade bei einer der zahlreichen barbeque-möglichkeiten gegrillt – ganz entspannend, sozusagen =)

am dritten tag sind wir – nach einkäufen und mails lesen – dann richtung port douglas weitergefahren, entlang einer wunderschönen küstenstraße (captain cook highway), welche auch teil des weltkulturerbes ist. dort reiht sich ein verlassener, langer, schöner und unberührter strand an den nächsten, die aussicht ist unvergleichlich, und die ironie des schicksals wird sehr deutlich: an keinem dieser strände kann man nämlich schwimmen, denn es ist quallen-zeit (zwischen november und märz) und die hier vorkommenden quallen sind mitunter tödlich… das meer somit nur etwas für’s auge.

in port douglas haben wir dann das eigentlich erste freundlich UND hilfsbereite UND wirklich informative visitor’s centre gefunden, wo wir viele brauchbare infos über den daintree national park und cape tribulation bekommen haben. vollgepackt mit diesen infos sind wir dann in den national park gefahren – den ältesten regenwald der welt (auch hier gibt’s wieder ein paar fakten am ende des posts).

daintree national park & cape tribulation
wir sind mit einer fähre über den daintree-fluss gefahren, und hatten bei unserem ersten stop eine wunderbare aussicht auf das meer und die strände. vom discovery-center aus konnten wir auch unsere unterkunft – den campingplatz dieses nationalparks – buchen, die campingplätze in den nationalparks sind die günstigste möglichkeit, zählen zu den günstigsten. um jedoch hier schlafen zu dürfen, muss man entweder telefonisch oder via internet im voraus buchen (sehr praktisch für touristen…). wir konnten diese nummer vom discovery centre aus anrufen, und mussten zuerst massenweise fragen beantworten (name? adresse? adresse in australien? nummernschild? geburtsdatum? wer im notfall zu kontaktieren ist? etc etc etc), bevor wir unser permit, unsere erlaubnis, bekamen.

nach diesem bürokratischen kleinen hindernis (über das sich nicht nur wir, sondern auch die angestellten im discovery centre herzlich amüsierten) konnten wir uns dieses centre kurz ansehen, und dann zu unserem campingplatz fahren.
während wir von den nächten im outback überrascht waren, weil sie (auch ohne mond) so unglaublich hell und auch so enorm ruhig waren, war es hier genau das gegenteil: man konnte die hand vor augen nicht sehen, es war stockfinster und gleichzeitig ungewöhnlich laut (und das nicht nur wegen des regens, der auf unser auto prasselte).

an unserem zweiten tag im nationalpark sind wir hinauf bis nach cape tribulation gefahren, und konnten dort wieder einen unbeschreiblich schönen strand mit regenwald im hintergrund bewundern. bewundern kann man diesen strand allerdings nur, wenn man versucht, sich von der warnschilder flut (achtung! krokodile – sie könnne töten… achtung! gefährliche quallen – bleiben sie weg vom wasser… achtung! cassowaries [vögel] – sie können aggressiv werden und menschen verletzten…) nicht aus der ruhe bringen zu lassen…
am nachmittag sind wir wieder in das discovery centre, um uns dort ein paar videos über den regenwald anzusehen, denn es hat – wie so oft hier in der regenzeit – angefangen zu regnen… in diesem center waren wir auch einen grossteil des dritten tags, denn die informationen, die man dort bekommt, sind so viele, dass man gut und gerne einige tage dort verbringen kann.

port douglas
am 2. dezember gab es ein für uns großes highlight – wir waren zum ersten mal, seit wir unterwegs sind, im meer schwimmen!! und zwar in port douglas, an einem wunder- wunderschönen strand. obwohl hier gerade die saison der quallen ist (und diese quallen hier sind mitunter tödlich…) gibt es in port douglas einen ort, an dem man schwimmen kann. an einem insgesamt ca 6 km langen strand sind so ca 50 x 50 m eingezäunt, und innerhalb dieses netzes kann man schwimmen… schon paradox: man ist im paradies auf erden, und wo man nicht vor krokodilen gewarnt wird, gibt’s tödliche quallen im wasser… das traurige ist eigentlich, dass die menschen selbst schuld daran sind: vor ca. 20 jahren gab es noch keine quallenzeit, in der man nicht ins wasser konnte. über diese vergangenen jahre, durch den exzessiven gebrauch von düngemitteln, die über flüsse ins meer gelangten, haben die algen und seegräser einen enormen wachstumsschub gemacht. die quallen ernähren sich davon – und durch mehr nahrung, gibt’s jetzt auch mehr quallen – ironie des schicksals.

nach diesem highlight des schwimmens gab’s ein zweites: känguru zum mittagessen – auch wenn v.a. veronika immer sagte, sie könne nie känguru essen, weil sie früher mal kängurus mit der flasche gefüttert hatte… hier gehört es jedoch scheinbar zur völlig normalen ernährung dazu, und ist neben huhn & co im kühlregal leicht zu finden –wir können nur so viel sagen: es war eines der zartesten und besten stücke fleisch, die wir beide je gegessen haben…

cooktown
in cooktown waren wir am 3. dezember. es ist der nördlichste punkt in queensland, den man mit einem camper wie unseren erreichen kann (für alles weiter nördlich braucht man 4-rad-antrieb). cooktown ist jener ort, an dem captain james cook im jahr 1770 zum ersten mal australisches land betrat (ein bisschen mehr info unten bei den facts).
uns hat’s dort echt gut gefallen – es ist ein nettes, kleines städtchen, mit einem schönen hafen am endeavour-fluss und einem hügel mit einem sehr süßen kleinen leuchtturm (geschätzte höhe: 5 m). alles in allem scheint es sehr entspannt zu sein, wir haben uns dort das captain cook museum angesehen (sehr interessant und empfehlenswert) und waren kurz im botanischen garten. den rest des tages haben wir im schattigen park entspannt und gelesen (für alles andere waren die temperaturen auch entschieden zu hoch), und haben uns am abend wieder mal einen sonnenuntergang angesehen, und zwar von dem hügel mit dem leuchtturm aus, wo wir dann auch gleich die herrliche kulisse fuer ein abendessen nutzten.

rückweg nach cairns
auf unserem rückweg nach cairns am 4. dezember haben wir drei nennenswerte stops gemacht – „golden drop“ winery, mareeba coffee works und kuranda mit den barron falls.
in der winzerei „golden drop“ haben wir mango wein und sekt verkostet, und auch eine flasche von dem wein mitgenommen (und als geschenk zwei mangos bekommen). in mareeba coffee works haben wir lokalen kaffee verkostet (leider war’s nur filterkaffee, insofern konnte man nicht allzu viel schmecken)… außerdem produzieren sie dort augezeichnete schokolade und es gab ein sehr interessantes museum mit über 2.000 ausstellungsstücken zu sehen, die alle mit kaffee-herstellung zu tun haben (alte röstmaschinen, alte kaffeemaschinen etc aus aller welt). zum schluss sind wir noch in dem kleinen ort namens kuranda stehen geblieben und haben uns die barron falls (wasserfall) kurz angesehen und somit auch den „daintree national park für kurz-touristen“ gesehen. kuranda ist nämlich von cairns aus sehr leicht erreichbar, aber eben sehr touristisch und mit dem daintree national park, den wir gesehen haben, nicht wirklich zu vergleichen

so. und jetzt sind wir noch mal für eine nacht in cairns, bevor wir uns richtung süden bewegen werden… die zeit vergeht wie im fluge, wir haben unseren camper noch genau 17 tage und freuen uns auf die dinge, die wir bis zum 21. dezember noch sehen werden – berichten werden wir darüber in ein paar tagen =)

nach den facts – gibt’s noch ein paar pics =)

der daintree-regenwald

  • dieser regenwald ist der älteste, noch intakte tropische regenwald der welt (zw. 110-200 mio jahre alt – im vergleich: der amazon ist 7 mio jahre alt)
  • manche der bäume hier sind 2.500 jahre alt, und es bedarf an einem duzend menschen, um den stamm zu umarmein – wobei jeder mit ausgestreckten armen steht)
  • in manchen gebieten gibt’s hier bis zu 9.000 mm regen pro jahr (genereller durchschnittlicher regenfall pro jahr: 1.200 – 4.000 mm)
  • die höchsten bäume werden bis zu 35 m hoch
  • pro jahr fallen in einem hektar regenwald ca 10 tonnen an blättern auf den boden herab
  • der daintree ist einer der wenigen orte der welt, wo der regenwald an die küste grenzt
  • hier gibt es noch 12 der insgesamt 19 lebenden primitiven urpflanzen-familien
  • hier findet man die vielfältigste vegetation australiens
  • die region des daintree umfässt 0,1% von australien’s fläche, jedoch gibt es hier:
    • 30% der australischen frosch- und reptilienarten
    • 65% der fledermaus- und schmetterlingsarten, manche von diesen schmetterlingen haben eine flügelspannweite von bis zu 20 cm!
    • 20% der vogelarten
    • 70 tierarten und 700 pflanzenarten, die es hier gibt, sind einzigartig

cooktown

  • hier ging captain james cook im jahre 1770 (um genau zu sein im juni) zum ersten mal in australien von bord
  • das schiff, die endeavour, mit dem cook und seine crew reisten, war beschädigt – sie sind aufs great barrier reef aufgelaufen… daher mussten sie land suchen, um es zu reparieren.
  • während des palmer river gold rausch (1873-83) wurde cooktown zu einer wichtigen hafenstadt und hatte über 30.000 einwohner, 50 hotels und 94 pubs
  • heute sind hiervon noch ca 1600 einwohner, 3 hotels und maximal eine hand voll pubs übrig
  • während dieses gold-rausches war cooktown die größte stadt von queensland, und mehr als die hälfte der einwohner waren chinesen
  • mit dem ende des goldgräbertums wurde auch die bedeutung der stadt immer geringer - wöchentliche bootsfahrten zwischen cairns und cooktown (waren- und passagiertransport) wurden eingestellt, menschen sind nach cairns gezogen
  • erst seit 2006 ist cooktown mit cairns über eine asphaltierte straße verbunden
  • heute ist es eine nette, sehr gepflegte stadt mit einem ausgezeichneten museum – vor allem im australischen winter leben die menschen dort hauptsächlich vom tourismus
wir beide mit mario's großonkel günther in cairns



in daintree gibt's viele cassowaries (große vögel, die nicht fliegen können, aber bis zu 1,8 m groß werden und mit den emus verwandt sind). diese vögel stehen unter naturschutz und werden zudem oft häufig angefahren, weswegen man immer wieder warnschilder findet. lustig fanden wir diese kombination aus (eigentlich) zwei warnschildern: einem vor den cassowaries, einem vor den speed-bumps, bei denen sich jemand einen recht witzigen spaß erlaubt hat ;)



cape tribulation



ein teefeld im daintree national park



ausblick auf die mündung des daintree-flusses in das meer



strand in port douglas



ausblick auf die atherton tablelands



captain cook statue in cooktown



eine einsame bucht in cooktown



wir beide vor dem süßen leuchtturm (nein, wir stehen keine kilometer entfernt, sondern direkt dahinter auf einer platform...)



sonnenuntergang bei cooktown



ein beispiel der espresso-maschinen, welche im coffee works in mareeba ausgestellt waren (diese stammt vom anfang des 20. jahrhunderts)


die barron falls in kuranda