als wir unseren letzten eintrag gepostet haben, waren wir schon in alice springs und sozusagen schon “on the road”. vom kings canyon aus hatten wir einige kilometer vor uns, um an die ostküste zu kommen (so ca 3.000 km), und stellten uns somit auf tagelanges fahren durch das nichts mit gelegentlichen picnic-pausen ein. so fad und eintönig, wie wir uns das vielleicht anfangs dachten, wurde die fahrt dann aber doch nicht – denn wir haben unsere pläne en route umgeworfen:
geplant war eigentlich, von alice springs via tennant creek über mount isa bis nach townsville an der ostküste, ca 350 km südlich von cairns, zu fahren, und von dort dann rauf nach cairns. dies hätte jedoch bedeutet, dass wir die strecke zwischen cairns und townsville doppelt fahren, denn wir müssen ja im endeffekt nach sydney runter… also haben wir unsere straßenkarte studiert, und die route abgeändert: wir sind zwar bis nach mount isa wie geplant gefahren (auch weil dies die einzige für uns befahrbare straße ist), sind jedoch kurz nach mount isa dann richtung norden, in die carpenteria region gefahren (diese „region“ ist nicht viel kleiner als österreich – 68.000 km² – hat jedoch nur 2.500 einwohner…), und von dort direkt nach cairns. die stops unterwegs waren die folgenden:
devil’s marbles
wie auf unserer fahrt nach alice ja schon entschieden, sind wir für eine nacht bei den devil’s marlbes stehengeblieben, um auch hier sonnenauf- und –untergang zu sehen (wie überall im zentrum australiens sind dies immer traumhaufte schauspiele, einerseits weil die rote erde so toll leuchtet und andererseits weil die weite einfach unbeschreiblich ist und diese naturschauspiele noch besser zur geltung kommen).
normanton
normanton ist eine kleine stadt ca 70 km von der küste des carpentaria golf entfernt. in den 20’er jahren wurde dort das größte je erlegte krokodil erschossen – mit 8,4 m länge und rund 2 tonnen schwer!! davon gibt’s dort eine statue zu sehen, und ansonsten bietet das örtchen noch ein sehr nettes visitor’s centre mit infos über die region.
karumba
diese noch kleinere stadt (600 einwohner) liegt direkt am golf von carpentaria. wir sind in der früh von normanton hinaufgefahren, und haben dort einen so wunderschönen strand gesehen, dass uns kurz mal der atem wegblieb. der ort liegt an der mündung des normanton flusses in den golf, und wir kamen zu ebbe hin, was eine traumhafte landschaft von sandbanken und türkisem meer dazwischen bedeutet. ironie des schicksals: schwimmen ist dort eher weniger ratsam, da es salzwasser-krokodile gibt…
wir haben uns daher damit begnügt, die aussicht zu genießen, und auf den sonnenuntergang zu warten, der dort oben soooo schön sein soll – und diesmal war die info der werbebroschüren nicht im geringsten übertrieben (siehe fotos)
croydon & georgetown & innot hot springs
entlang des kennedy highway richtung osten gab es zwei kleinere orte, die uns beide sehr überrascht haben, croydon und georgetown. beide sind vermutlich nicht größer als karumba (wenn überhaupt so groß), und doch gab es überall ein visitor’s centre (mit ausgesprochen hilfsbereiten und freundlichen mitarbeitern) und eine sehr gepflegte, wunderschöne picnic area. zudem scheinten die bewohner untereinander einen wettbewerb mit dem titel „wer hat den schönsten garten“ laufen zu haben, denn so gepflegte und gehegte rasen und blumen haben wir selten gesehen.
die innot hot springs ist, wie der name schon sagt, ein örtchen rund um eine heiße thermalquelle. laut unserer info kommt das wasser mit ca 70°C aus der quelle heraus, und man kann in dem bach auch problemlos baden – etwas abseits der quelle, versteht sich =) dort haben wir zwei australier getroffen, die uns dann auch gleichzeitig stoff für den nächsten tag geliefert haben, mit unbezahlbaren tipps: millaa millaa falls, atherton tablelands und lake eacham.
atherton tablelands
so nennt sich die region hier, die etwas höher gelegen ist als der rest von queensland (ca auf 900 m meereshöhe). wir sind durch diese region einfach langsam durchgefahren – und es war genau das gegenteil zu dem, was wir tagelang im outback gesehen haben: vorbei die trockenheit, vorbei die geraden straßen, vorbei die karge erde. hier ist gerade regenzeit, und zudem befinden wir uns in den „wet tropics“ – das heißt, man kann die landschaft als „almen mit regenwald“ beschreiben: es war hügelig, und alle hügel waren entweder mit sattem, saftigem gras oder mit dichtem regenwald bedeckt.
millaa millaa falls
in millaa millaa (wieder so ein mini-dorf) in diesen tablelands kann man drei wasserfälle im regenwald bewundern, die unglaublich schön und vor allem auch noch relativ unberührt sind – hier sagen fotos mehr als worte
lake eacham
lake eacham ist ein see im krater eines vulkans, wo wir kurz schwimmen waren. da es leider geregnet hat, konnten wir (noch) nicht die runde um den krater gehen – vielleicht gibt’s jedoch in der nächsten zeit ein bisschen sonne dafür
ja, dies waren unsere stops bis cairns. hier sind wir gut angekommen, werden uns wieder mal ein bisschen zeit für administratives gönnen und außerdem mario’s onkel treffen, bevor wir dann entweder richtung norden, oder richtung süden weiterfahren – je nachdem, was der wetterfrosch so meint (momentan schüttet es nämlich im 10-minuten-rhythmus als gäbe es kein morgen…)

