Dienstag, 31. August 2010

xiamen, oder eigentlich gulang yu (24. – 28. august)

zuallererst: wir sind gut in china angekommen, und müssen euch zwecks der fotos leider enttäuschen – die wird es erst in ein paar wochen geben. der grund dafür ist, dass in china unser blog gesperrt zu sein scheint, wir können jedenfalls jetzt nicht selbst zugreifen. daher mal ein riesen-danke an daniel, der unsere schriftlichen einträge hochlädt, die fotos wollten wir ihm jedoch nicht antun und werden dies dann selbst einfach nachholen, sobald wir in der mongolei sind (sprich ca ende september)

nach unserem letzten eintrag in hong kong, sind wir mit dem taxi zu der bushaltestelle gefahren – irgendwo mitten auf einer straße… na ja… wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir richtig sind, haben dann jedoch einen bus gefunden, der allerdings nicht wie versprochen betten hatte, sondern sitze, und platz 8 und 14 waren daher auch logisch nicht nebeneinander. aber die sitzaufteilung scheinte keine rolle zu spielen, die restlichen chinesen im bus drängten sich alle nach vorne (wir hatten den eindruck, als würden sie am liebsten am schoß des fahrers sitzen…)

das „rätsel“ der fehlenden betten lüftete sich jedoch nach der grenze zwischen hong kong und china, denn dort stiegen wir um in einen bus, der tatsächlich aus liegeplätzen bestand. wir haben sogar abendessen bekommen und zwar eine erdnuss-suppe in der dose, die wir nicht unbedingt ein zweites mal kosten müssen…).

die fahrt war alles in allem sehr komfortabel (wir konnten ja schlafen, und hatten sogar decken und polster!), und um 6 uhr in der früh wurden wir dann am straßenrand irgendwo auf einer autobahn buchstäblich „hinausgejagt“. dort stand ein auto bereit (oder besser gesagt das chinesische äquivalent zu unseren autos), mit dem wir nach xiamen gefahren sind und vor der fähre zur insel gulang yu (5 minuten fahrzeit) abgesetzt wurden.

nachdem wir mit der fähre übergesetzt sind, und in einem verschlafenen dörfchen angekommen sind, haben wir uns als allererstes um eine unterkunft gekümmert und sind frühstücken gegangen, und anschließend durch das örtchen spaziert, das um 9 uhr schon weniger verschlafen war.

es scheint sich hier um ein sehr beliebtes chinesisches ausflugs- bzw touristenziel zu handeln, denn horden von chinesischen touristen drängen den ganzen tag sich durch die engen gassen (überhaupt scheint drängeln eine lieblingsbeschäftigung der chinesen zu sein) und reiseleiter brüllten irgendwelche unverständlichen chinesischen dinge durch ein megaphon in der gegend herum.

die hauptattraktion auf der insel scheinen jedoch wir zu sein… gleich am ersten tag wurden wir so ca 100 mal fotografiert, einige versuchten dies, versteckt zu tun, andere haben sich ganz offensichtlich vor uns hingestellt und uns abgelichtet, so als wären wir eine statue. egal ob kleinkinder, erwachsene oder alte menschen, gestarrt wird viel und gerne, ein paar versuchen es zumindest versteckt zu machen, andere stellen sich ca einen halben meter vor uns hin und schauen und staunen bauklötze. ein paar ganz mutige fragen uns sogar, ob sie nicht ein foto mit uns machen dürfen.

die insel selbst ist ein überbleibsel aus der jahrhundertwende, und soll damals ein ort voller internationaler bewohner gewesen sein. jedes zweite gebäude ist ein ehemaliges konsulat, es wimmelt nur so von alten herrenhäusern, die teils sehr gut erhalten sind und in der nacht wunderschön beleuchtet werden. die gassen sind sehr eng und verwinkelt, es hat alles einen europäischen touch und ist sehr gepflegt und sauber. die meisten alten herrenhäuser sind heute hotels, auch die früheren konsulate. außerdem ist es sehr sehr angenehm, dass die insel auto-frei ist. die einzigen verkehrsmittel, die sich hier herumbewegen, sind von hand gezogene karren oder leise elektro-golfwagen, also kann man unbeschwert durch die gassen flanieren und sich hin und wieder in einem der vielen kleinen und sehr gemütlichen cafés, in denen man sogar einen echten und guten espresso bekommt, ausrasten und von der hitze erholen.

abgesehen von den bauten und den cafés ist jedoch von der damaligen internationalität wenig übrig geblieben – englisch spricht hier kaum jemand, aber sie scheinen alle der meinung zu sein, dass wir doch chinesisch sprechen müssen, denn sie reden unentwegt und unbeirrt auf uns ein… die verständigung funktioniert jedoch ganz gut, wir zeigen mit händen und füßen was wir wollen und brauchen, oder die chinesen nehmen uns an der hand und setzten uns an einen tisch im restaurant.

besonders beeindruckend sind auch die gerüche von verschiedenen getrockneten meeresfrüchten und fischen, die in der früh gefangen werden, und dann auf der straße zum trocknen ausgebreitet werden (ja, auf der straße, wo man geht, und nein, nicht auf unterlagen….), um dann am abend verkauft zu werden. auch frischen fisch erhält man zu hauf, der frischfang wird in kübeln vor den restaurants aufgestellt und es wirkt so, als könne man sich den fisch direkt aussuchen.

vom essen her fanden wir thailand jedoch besser, da hier sehr viel angeboten wird, was für uns einfach unidentifizierbar ist. einige male haben wir bereits ganz gut gegessen (reis mit gemüse, nudeln mit gemüse, irgendwelche teig-dinger in nüssen und zucker gewältzt, oder gebratenen tofu), hatten jedoch auch schon einige griffe daneben (wie zum beispiel teigwaren in suppe, die mit irgendwelchen nicht so guten meeresfrüchten gemacht und gefüllt waren). aber wir lernen mit jedem tag dazu, unsere kost-freude ist noch nicht gedämpft und wir werden uns weiter durchzeigen und durchkosten.

Kurzum – es geht uns hier sehr gut und gefällt uns auch gut, und wir sind froh, dass wir unsere zeit auf der insel um einen tag verlängern konnten, weil gulang yu wirklich ein vestecktes paradis ist.

Montag, 23. August 2010

hong kong

so schnell vergeht die zeit... und unser zweiter stop in hong kong neigt sich bereits dem ende.

wir waren insgesamt 5 nächte und 4 tage in dieser pulsierenden, leuchtenden, hellen und von shopping-center geprägten metropole, die uns wirklich sehr gut gefallen hat (auch wenn wir einen tag brauchten um uns an das hektische treiben auf den straßen, auf denen permanent stoßzeit zu sein scheint, zu gewöhnen).

nachdem wir den ersten tag mit planungen und organisatorischen dingen verbracht haben (traf sich sehr gut, dass es an diesem tag eigentlich nur geregnet hat), sind wir am zweiten zum victoria peak hinaufgefahren, um oben in stille und parks zu spazieren und einen herrlichen ausblick auf die stadt zu genießen. am dritten tag haben wir die stadt auf hong kong island zu fuß erkundigt und sind auf einige lustige und interessante märkte gestoßen, wie zum beispiel einen markt (oder besser gesagt eine straße mit vielen geschäften für chinesische feinkost), wo von getrockneten maden und meeresfrüchten zu getrockneten eidechsen alles anzutreffen ist... den "ungewöhnlichen geruch" dort könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wir sind jedenfalls zu dem schluss gelangt, dass gedünsteter reis eigentlich doch sehr gut schmeckt und man sicher auch davon einige zeit problemlos leben kann ;))

gestern sind wir dann nach kowloon gefahren (gegenüber von hong kong island) und dort herumspaziert, was auch sehr schön war - vor allem abseits des touristen-trubels am abend haben wir uns die "symphony of lights" angeschaut - eine beeindruckende lichtershow in der die wolkenkratzer von hong kong downtown im takt zu verschiedenen musikstücken beleuchtet werden und so fast zu "tanzen" scheinen.

ja, und jetzt packen wir unseren rucksack wieder auf die schultern und fahren mit einem nachtbus nach xiamen, an der südöstlichen chinesischen küste. da wir noch nicht wissen, wann wir dort wieder zu einem internet-cafe kommen, bzw auf welche seiten wir von dort aus zugreifen können (chinesische zensur...), hier im groben unsere weitere route:
von xiamen geht es weiter nach hangzhou, von wo aus wir auf den bekannten (??) berg huang shan steigen möchten. anschließend geht's weiter nach shanghai, von dort nach tai'an (hier gibt es wieder einen berg tai shan - der ist allerdings nicht so bekannt, dass ihr ihn kennen müsstet *gg*). der nächste stop ist quingdao (bekannt für's bier),danach kommt tianjin und zum abschluss peking, von wo aus es dann in die mongolei weiter geht.

hong kong fotos und karte für die weitere route gibt's beim nächsten mal... jetzt müssen wir los, damit uns der bus nicht vor der nase wegfährt...

Donnerstag, 19. August 2010

bangkok II (fotos am ende!)

momentan sitzen wir im flieger von bangkok nach hong kong – also sobald ihr das lest, sind wir schon gut in hong kong angekommen.

nachdem wir die anfaengliche muedigkeit aufgrund von zeit- und klimaumstellung ueberwunden hatten haben wir begonnen bangkok zu erkunden. die letzten tage waren sehr eindrucksvoll, sowohl kulturell als auch kulinarisch. wir haben nicht nur das backpacker gebiet rund um die beruehmte khaosan road unsicher gemacht, sondern auch das eher touristische silom, der night-life district von bangkok mit standeln die zB uhren von armani ueber breitling und rolex bis tagheur verkaufen (alles „original“ versteht sich), und flankiert sind von gogo bars, travestieshows etc.

eine tuk tuk fahrt (diese kleinen 3 raedrigen dinger die ueberall durch bangkok fetzen) haben wir ueberlebt, und natuerlich haben wir auch div tempel, den großen palast und andere schoenheiten laengst vergangener zeit – deren gold aber bis heute in der sonne strahlt – besichtigt. schließlich haben einen markt besucht, auf den sich vermutlich nicht oft ein tourist verirrt, dementsprechend wurden wir dort auch angeschaut, als ob wir uns verlaufen haetten.

zusammenfassend koennen wir sagen, bangkok ist eine interessante metropole mit glaenzenden tempeln, kulinarischen hoehepunkten, freundlichen menschen (und ein bisschen smog).


halsbrecherische fahrt im tuk-tuk


thai food

ein einheimischen-markt

grand palace

grand palace

nochmal grand palace

und nochmal

... nochmal


ein anderer einheimischen-markt


Samstag, 14. August 2010

knocked out in bangkok

flug wien bangkok war in ordnung, nach ca 9 std sind wir gelandet, ein zimmer hatten wir schon vorgebucht, wir wohnen 5min von der beruehmten khao san road, bis jetzt waren wir zweimal essen, und sonst haben wir geschlafen. 32 grad und eine luftfeuchtigkeit von ca 90 prozent nehmen uns mehr mit als wir dachten,…aber wir haben urlaub, also auch keinen stress, ausserdem wird bangkok auch wieder der letzte stop unserer reise sein, somit haben wir auch keinen zeitdruck jetzt schon alle sehenswuerdigkeiten besichtigen zu muessen.

seid versichert, es geht uns gut, und wir werden bald ausgeschlafen sein :)

Samstag, 7. August 2010

erste problemchen... erste lösungen

wir sind noch nicht mal unterwegs, und sind schon mit den ersten problemchen konfrontiert - eine gute vorbereitung, oder ein "trockentraining" sozusagen für das, was in den kommenden 6 monaten vermutlich öfters auf uns zukommen wird ;)

das russische visum haben wir letzendlich dann bekommen - nach ewigen langwierigien diskussionen (überraschenderweise jedoch nicht mit den russen, sondern mit der österreichischen visumsagentur, die uns die nötigen infos bzw die infos darüber, was die von uns brauchen, tröpfchenweise serviert hat, anstatt uns vollständig über alle notwendigen dokumente auf einmal zu informieren...).

wie dem auch sei, das visum ist in unseren pässen und wir sind eigentlich startklar - wenn da nicht die brände in russland wären... nachdem die medien und sämtliche behörden vor reisen nach russland in die moskauer gegend warnen und österreichern in dieser gegend sehr ans herz legen, auszureisen, haben wir beschlossen, diesen teil der route auszulassen.

die frage jetzt war nur für eine kurze zeit - wohin, wenn nicht wie geplant über helsinki und petersburg nach moskau? die diversen hin und hers der diskussion ersparen wir euch jetzt ;) und präsentieren gleich die änderungen der route: wir werden voraussichtlich am 12. august nach bangkok fliegen, von dort weiter per flugzeug nach hong kong, und von dort dann per zug bis nach peking (wo genau wir hier zwischenstops machen wissen wir noch nicht - aber wir haben ca 3-4 wochen für diese route eingeplant). von peking aus geht es dann über ulaanbaatar nach russland an den baikal see, und dann die geplante route bis nach vladivostok auf der transsibirischen eisenbahn weiter, über harbin retour nach peking und dann von dort weiter wie geplant über australien, singapur und malaysien nach thailand. die details von diesem ersten, geänderten teil der route findet ihr wieder unten in der karte.

unsere geänderte route, zeitplan: 12. august bis ende oktober / anfang november

eine weitere gute nachricht haben wir noch: unser "familiäres" weihnachten ist gesichert - wir werden weihnachten bei veronika's ehemaliger gastfamilie in der nähe von sydney feiern, und ein real aussie-xmas bei ca 40°C im Schatten erleben =) und freuen uns auch darauf schon (eh klar ;))