zuallererst: wir sind gut in china angekommen, und müssen euch zwecks der fotos leider enttäuschen – die wird es erst in ein paar wochen geben. der grund dafür ist, dass in china unser blog gesperrt zu sein scheint, wir können jedenfalls jetzt nicht selbst zugreifen. daher mal ein riesen-danke an daniel, der unsere schriftlichen einträge hochlädt, die fotos wollten wir ihm jedoch nicht antun und werden dies dann selbst einfach nachholen, sobald wir in der mongolei sind (sprich ca ende september)
nach unserem letzten eintrag in hong kong, sind wir mit dem taxi zu der bushaltestelle gefahren – irgendwo mitten auf einer straße… na ja… wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir richtig sind, haben dann jedoch einen bus gefunden, der allerdings nicht wie versprochen betten hatte, sondern sitze, und platz 8 und 14 waren daher auch logisch nicht nebeneinander. aber die sitzaufteilung scheinte keine rolle zu spielen, die restlichen chinesen im bus drängten sich alle nach vorne (wir hatten den eindruck, als würden sie am liebsten am schoß des fahrers sitzen…)
das „rätsel“ der fehlenden betten lüftete sich jedoch nach der grenze zwischen hong kong und china, denn dort stiegen wir um in einen bus, der tatsächlich aus liegeplätzen bestand. wir haben sogar abendessen bekommen und zwar eine erdnuss-suppe in der dose, die wir nicht unbedingt ein zweites mal kosten müssen…).
die fahrt war alles in allem sehr komfortabel (wir konnten ja schlafen, und hatten sogar decken und polster!), und um 6 uhr in der früh wurden wir dann am straßenrand irgendwo auf einer autobahn buchstäblich „hinausgejagt“. dort stand ein auto bereit (oder besser gesagt das chinesische äquivalent zu unseren autos), mit dem wir nach xiamen gefahren sind und vor der fähre zur insel gulang yu (5 minuten fahrzeit) abgesetzt wurden.
nachdem wir mit der fähre übergesetzt sind, und in einem verschlafenen dörfchen angekommen sind, haben wir uns als allererstes um eine unterkunft gekümmert und sind frühstücken gegangen, und anschließend durch das örtchen spaziert, das um 9 uhr schon weniger verschlafen war.
es scheint sich hier um ein sehr beliebtes chinesisches ausflugs- bzw touristenziel zu handeln, denn horden von chinesischen touristen drängen den ganzen tag sich durch die engen gassen (überhaupt scheint drängeln eine lieblingsbeschäftigung der chinesen zu sein) und reiseleiter brüllten irgendwelche unverständlichen chinesischen dinge durch ein megaphon in der gegend herum.
die hauptattraktion auf der insel scheinen jedoch wir zu sein… gleich am ersten tag wurden wir so ca 100 mal fotografiert, einige versuchten dies, versteckt zu tun, andere haben sich ganz offensichtlich vor uns hingestellt und uns abgelichtet, so als wären wir eine statue. egal ob kleinkinder, erwachsene oder alte menschen, gestarrt wird viel und gerne, ein paar versuchen es zumindest versteckt zu machen, andere stellen sich ca einen halben meter vor uns hin und schauen und staunen bauklötze. ein paar ganz mutige fragen uns sogar, ob sie nicht ein foto mit uns machen dürfen.
die insel selbst ist ein überbleibsel aus der jahrhundertwende, und soll damals ein ort voller internationaler bewohner gewesen sein. jedes zweite gebäude ist ein ehemaliges konsulat, es wimmelt nur so von alten herrenhäusern, die teils sehr gut erhalten sind und in der nacht wunderschön beleuchtet werden. die gassen sind sehr eng und verwinkelt, es hat alles einen europäischen touch und ist sehr gepflegt und sauber. die meisten alten herrenhäuser sind heute hotels, auch die früheren konsulate. außerdem ist es sehr sehr angenehm, dass die insel auto-frei ist. die einzigen verkehrsmittel, die sich hier herumbewegen, sind von hand gezogene karren oder leise elektro-golfwagen, also kann man unbeschwert durch die gassen flanieren und sich hin und wieder in einem der vielen kleinen und sehr gemütlichen cafés, in denen man sogar einen echten und guten espresso bekommt, ausrasten und von der hitze erholen.
abgesehen von den bauten und den cafés ist jedoch von der damaligen internationalität wenig übrig geblieben – englisch spricht hier kaum jemand, aber sie scheinen alle der meinung zu sein, dass wir doch chinesisch sprechen müssen, denn sie reden unentwegt und unbeirrt auf uns ein… die verständigung funktioniert jedoch ganz gut, wir zeigen mit händen und füßen was wir wollen und brauchen, oder die chinesen nehmen uns an der hand und setzten uns an einen tisch im restaurant.
besonders beeindruckend sind auch die gerüche von verschiedenen getrockneten meeresfrüchten und fischen, die in der früh gefangen werden, und dann auf der straße zum trocknen ausgebreitet werden (ja, auf der straße, wo man geht, und nein, nicht auf unterlagen….), um dann am abend verkauft zu werden. auch frischen fisch erhält man zu hauf, der frischfang wird in kübeln vor den restaurants aufgestellt und es wirkt so, als könne man sich den fisch direkt aussuchen.
vom essen her fanden wir thailand jedoch besser, da hier sehr viel angeboten wird, was für uns einfach unidentifizierbar ist. einige male haben wir bereits ganz gut gegessen (reis mit gemüse, nudeln mit gemüse, irgendwelche teig-dinger in nüssen und zucker gewältzt, oder gebratenen tofu), hatten jedoch auch schon einige griffe daneben (wie zum beispiel teigwaren in suppe, die mit irgendwelchen nicht so guten meeresfrüchten gemacht und gefüllt waren). aber wir lernen mit jedem tag dazu, unsere kost-freude ist noch nicht gedämpft und wir werden uns weiter durchzeigen und durchkosten.
Kurzum – es geht uns hier sehr gut und gefällt uns auch gut, und wir sind froh, dass wir unsere zeit auf der insel um einen tag verlängern konnten, weil gulang yu wirklich ein vestecktes paradis ist.
