nach dem ersten drittel unserer reise haben wir ende oktober ein fazit über die länder, die wir bis dahin besucht hatten, veröffentlicht - und dies wäre eigentlich auch unser plan für das zweite und letzte drittel gewesen. die zeit ist uns jedoch irgendwie zwischen den fingern zerronnen, daher haben wir diese länder-resumés der fehlenden länder singapur, australien, malaysien und thailand jetzt nachgeholt, und möchten sie in diesem (vorletzten) eintrag veröffentlichen...
1. fazit: singapur
- reisedaten & -fakten:
- aufenthalt: 4 tage
- landschaftliches
- von „landschaft“ ist in singapur nicht viel zu berichten – wie halt in den meisten großstädten, es ist mehr eine „stadt-schaft“, die von vielen vielen shoppingzentren geprägt ist
- singapur ist eine unglaublich saubere stadt, mit geschäftigen aber leisen straßen, und nur neuen autos (da es verboten ist, ein auto zu besitzten, das älter als 10 jahre ist)
- die stadt ist gespickt mit grün, und besonders schön war der botanische garten, in dem man dem großstadt-trubel super entfliehen kann
- menschliches & kulturelles
- singapur ist ein unglaublich interessanter und ansprechender mischmasch von asiatischer, indischer, arabischer und westlich-europäischer kultur.
- die menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, zumindest in einem gewissen „sicheren“ rahmen
- wie eh schon weitgehend bekannt, ist singapur eine der am meisten regulierten städte der welt. die flut an verbots- und gebotsschildern sind anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig und waren bei uns grund zu mehrmaligem schmunzeln.
- kulinarisches
- die kulturelle vielfalt singapurs spiegelt sich perfekt im kulinarischen angebot wieder – jegliche art der indischen, asiatischen, arabischen und westlichen küche ist vertreten
- das angebot an „straßenfutter“ ist in sogenannten „hawker-centres“ zusammengefasst, die ausgezeichnetes essen zu durchaus leistbaren preisen anbieten, und zudem noch hygienische anforderungen absolut erfüllen
- unser tipp für alle, die mal nach singapur kommen: einfach durchkosten, und dann merken, welche küche einem am besten schmeckt ;)
2. fazit: australien
- reisedaten & -fakten
- aufenthaltsdauer: 75 tage
- gesehene orte: 4 bundesstaaten (northern territory, queensland, new south wales & victoria) – die einzelnen orte hier zu zählen ist irgendwie schwer möglich, da wir so oft irgendwo gestoppt haben… wenn man nur die „eckdaten“ nimmt, dann waren es ca 13
- 2 camper:
- „beppi“ – der uns 51 tage, 50 nächte und 11.065 km weit gebracht hat
- „schrotti“ – in dem wir nur 2 nächte geschlafen haben, der uns jedoch, zum glück ohne auseinanderzufallen, ca 1.700 km weit gebracht hat
- insgesamt 3 wochen mit freunden & familie aus der zeit von veronika’s austauschsemester vor 9 jahren verbracht
- landschaftliches
- australien ist ein landschaftlich enorm vielfältiges land:
- tropen, regenwald und „wetlands“ im norden bei darwin und im kakadu national park
- das rote, trockene, flache und unendlich weite outback in zentralaustralien
- etwas höher gelegener regenwald in den kühleren atherton tablelands bei cairns
- der älteste regenwald der welt – daintree
- kilometerlange strände, einer schöner als der andere, an der ostküste australiens
- eine für uns sehr ungewöhnlich große vielfalt an verschiedenen tieren, die in der wildnis leben und trotzdem zu sehen sind (känguru,, koalas, verschiedene echsen, vögel…)
- menschliches / kulturelles
- die australier sind seeeehr entspannte menschen, sehr locker und offen
- uns persönlich hat es ziemlich getroffen, die probleme zwischen den “Weißen“ und den „Schwarzen“, den westlichen australiern und den ureinwohnern zu sehen – es scheint, zumindest für uns, ein teufelskreis zu sein, aus dem keiner einen wirklichen ausweg weiß
- es ist sehr leicht, mit leuten ins gespräch zu kommen, was einem reisenden vor allem hilft, die nächsten stops zu planen und die einheimischen nach rat zu fragen
- das wichtigste, für australier die irgendwie in küstennähe leben, ist das boot und das fischen
- und: im outback australiens gelten etwas andere regeln, z.b. was „trinken beim fahren“ betrifft – denn nur dort machen raststätten werbung mit „kühlem bier“ ;)
- kulinarisches
- kulinarisch gesehen fanden wir, dass australien mehr den usa ähnlich ist, als wir (v.a. veronika) es in erinnerung hatten. es gibt an jeder ecke irgendein „restaurant“ einer fast-food kette, in entlegeneren orten sind Mc.Donalds & Co schon mehr als 100 km vorher angeschrieben, und laut statistik hat australien die usa in punkto uebergewichtige menschen bereits ueberholt.
- den australiern ist ihr „bbq“ – das barbeque – heilig. an den meisten raststätten entlang des highways gibt es kochstellen, an denen jeder grillen kann
- ausgezeichnet und durchaus zu empfehlen sind die burgers an den raststätten im outback – eine ordentliche protion, sehr gutes fleisch, und vor allem: ganz frisch zubereitet
- weiters empfehlen können wir känguru-steak, am besten medium am barbeque… *yummy*
- zudem eigen für australien ist die sogenannte „vegemite“, ein brotaufstrich bestehend aus hefe – am anfang furchtbar salzig, doch sehr zu empfehlen auf einem frischen toast mit butter!
- reisedaten- & fakten
- aufenthaltsdauer: 13 tage
- gesehene orte: 4
- rundreise: kuala lumpur – taman negara – cameron highlands – melaka – kuala lumpur
- landschaftliches
- auch in malaysien haben wir sehr unterschiedliche landschaften gesehen:
- der regenwald in taman negara, wo uns vor allem der canopy walk durch die baumkronen sehr gut gefallen hat, 1,2 km in ca 50 m höhe.
- neu für uns waren die hügeligen teeplantagen mit ihrem fast surrealen satten grün in den cameron highlands
- was die „stadt-schaften“ betrifft, so können wir sagen, das kuala lumpur irgendwo in der mitte zwischen bangkok und singapur liegt – nicht ganz so chaotisch, und nicht ganz so klinisch sauber und überreguliert
- in melaka gab es das schönste und best-erhaltendste chinatown, das wir auf unserer reise gesehen haben
- menschliches & kulturelles
- die malaysier sind ein durchaus freundliches volk, und sehr angenehm für uns war, dass so ziemlich jeder gut englisch gesprochen hat – somit gab es praktisch keine verständigungsprobleme.
- wir waren auch sehr überrascht, wie gut touristisch erschlossen und organisiert das land ist. abgesehen von einem eigenen „malaysien-logo“, es ist unglaublich einfach, von A nach B zu kommen, und das ohne wirklich vor „touristen-fallen“ angst haben zu müssen
- vor allem im vergleich zu den chinesen und zu den thai erschienen uns die malaysier weniger aufdringlich
- beeindruckt hat uns, dass in malaysien menschen aus verschiedenen ethischen und religiösen gruppen in harmonie und offenbar problemlos miteinander leben – muslime, christen, hindus und buddhisten, bzw. chinesen, malaysier, inder und andere asiaten scheinen kein problem miteinander zu haben und scheinen auch nicht zu versuchen, sich gegenseitig zu bekehren.
- kulinarisches
- kulinarisch gesehen ist malaysien sehr ähnlich zu singapur – man bekommt alle möglichen variationen der asiatischen, indischen und westlichen küche, eine besser als die andere
- besonders gut gefallen haben uns die diversen „obststandln“, wo man jegliche art von exotischen früchten in mundgerecht geschnittenen stückchen bekommt
- für jene von euch, die dieses kosten und das verschiedene „straßenfutter“ genauso interessant finden wie wir, können wir malaysien und die straßen kuala lumpurs nur wärmstens empfehlen.
4. fazit: thailand
- reisedaten- & fakten
- aufenthaltsdauer: 12 tage insgesamt (5 am beginn der reise, und 7 am ende)
- gesehene orte: 2 – bangkok und phuket (daher ist dieses fazit auch sehr kurz gehalten – denn von den zwei haupt-tourismus-orten ist es nicht wirklich möglich, auf ein ganzes land zu schließen)
- landschaftliches
- bangkok ist eine großsstadt, und hat landschaftlich daher nicht viel zu bieten. was man über bangkok sagen kann, ist, dass es vielleicht eine der chaotischsten städte ist, die wir gesehen haben – es gab nämlich lange zeit keine bauvorschriften, und demnach gehen die straßen kreuz und quer, da jeder dort baute, wo es ihm gerade passte. trotzdem ist es jedoch eine sehenswerte stadt, vor allem die teile bangkoks, die nicht von touristen überlaufen sind (sprich kleinere seitengassen, lokale märkte, und die essens-straßen der thais
- in phuket gibt es wunderschöne strände, und somit auch die einzige „landschaft“ die wir gesehen haben – traumhaft schön.
- menschliches & kulturelles
- die leute sind generell freundlich und auch meistens hilfsbereit, wobei wir auch hier fanden, dass diese eigenschaften abseits des touristentroubels viel leichter und eher zu finden sind, als in den touristenviertel.
- jedoch hatten wir oft das gefühl, dass touristen ein wandelndes dollar-zeichen sind – ein eindruck, der aller wahrscheinlichkeit nach darauf basiert, dass wir uns in den touristischen ballungszentren aufgehalten haben.
- im vergleich zu den malaysiern sind uns die thailänder touristen gegenüber etwas aufdringlicher, und beharrlicher vorgekommen, was teilweise auf märkten (bekleidungsmärkten, nicht lokalen nahrungsmittelmärkten) ein bisschen mühsam war – aber auch hier ist dies vermutlich in ländlicheren, von touristen weniger besuchten gebieten, anders.
- was den essens-verkauf angeht, so sind die thais sehr bemüht darum, den europäischen touristen vor der thailändischen schärfe zu warnen – wir haben es wirklich sehr nett gefunden, dass der großteil der straßen-essens-verkäufer uns lieber zweimal fragte, ob wir wirklich diese scharfe sauce möchten, als zu riskieren, dass wir es nicht essen können…
- kulinarisches
- von dieser warte aus gesehen, waren auch die touristischen ballungszentren der himmel auf erden für den gaumen. angefangen von herrlichem, exotischem obst, welches man in mundgerecht geschnittene stücke an jeder straßenecke bekommt, über straßen-standln mit den verschiedensten reis-, nudel-, fleisch-, oder teilgwaren-gerichten bis zu gemütlichen restaurants – gegessen haben wir überall ausgezeichnet.
- die thailändische küche ist, wie ihr ruf ja schon verrät, ziemlich würzig und scharf, was natürlich geschmackssache ist (und unseren geschmack voll getroffen hat) – wie jedoch schon gesagt, auch für jene menschen, die es lieber milder haben, ist jedes gericht zu essen, denn meistens wird die chilisauce in jede portion extra beigefügt, oder überhaupt von einem selbst dann untergemischt und dosiert.
- generell besteht die thailändische küche hauptsächlich aus reis, chili, hühnerfleisch, gemüse, und cashew-nüssen. was die süßspeisen angeht, so sind hier früchte stark vertreten, aber auch karamellisierte nüsse und bisquit-kekse, oder frittierte teigwaren mit süßlichen füllungen.