cameron highlands (18. – 21. jänner)
wie wir ja schon in unserem letzten beitrag erwähnt haben, sind wir von taman negara aus in die cameron highlands gefahren. dort haben wir in einer enorm idyllischen kleinen pension im örtchen tanah rata ein zimmer für zwei nächte genommen. tanah rata liegt ungefähr auf 1.500 m seehöhe, und hat dadurch ein weniger heißes und v.a. weniger schwüles klima als der urwald oder kuala lumpur.
das kleine städtchen hat uns sofort gefallen. umringt von hügeln wirkte es irgendwie wie eine lustige mischung aus dem, was wir unter einem „größeren dorf am berg“ verstehen und einer asiatischen kleinstadt – ein bergdorf mit viel chinesischem und indischen essen… es war einfach nett, und wir haben uns pudelwohl gefühlt. am tag nach unserer ankunft haben wir mit einer tour (auf der wir die einzigen teilnehmer waren) eine teeplantage angesehen, waren auf ein aussichts-gipfel (ca 2.000 m höhe), sind durch den sogenannten „mossy forest“ (moosiger wald) gewandert, und waren in einer schmetterlingsfarm. jeder einzelne stop war sehr interessant. bei den teefeldern hat uns fasziniert, dass ein teebusch bis zu 300 jahre alt werden kann, und dass in früheren zeiten die frauen, die für die ernte zuständig waren, bis zu 30 kg teeblätter auf ihrem kopf trugen. heute geht die ernte zum großteil maschinell von statten, nur in den cameron highlands werden nach wie vor menschen benötigt, denn die felder sind für maschinen teils zu hügelig.
der „mossy forest“ wirkte einfach wie eine sagenwelt – wie direkt aus dem märchenbuch entsprungen (oder wir direkt ins märchenbuch gehüpft). dadurch, dass dieser regenwald so hoch gelegen ist, gibt es dort (gott sei dank) keine mosquitos und auch kaum schlangen. dafür ist jeder einzelne baum von einer dicken schicht moos überzogen, der boden sumpfrig-weich und die pflanzenvielfalt gewaltig.
in der schmetterlingsfarm haben wir viele verschiedene schmetterlinge beobachten können – jedoch leider ohne hintergrundinformation, wo sie eigentlich vorkommen etc.
nachdem wir von tanah rata so positiv überrascht waren, haben wir uns entschlossen, noch einen tag dranzuhängen und haben dafür die insel penang ausgelassen. diesen tag haben wir für herumspazieren, kaffee trinken, lesen etc verwendet – und er verging fast schneller, als uns lieb war ;-)
melaka (21. – 24.. jänner)
am 21. jänner ging es von tanah rata weiter – zuerst mit dem bus nach kuala lumpur, und von dort dann mit einem weitern bus nach melaka. melaka liegt südlich von kuala lumpur, am meer, und war seit 1500 von diversen europäischen mächten besetzt (portugal, holland & england). es war vor allem in früheren zeiten eine sehr wichtige hafenstadt, und ist seit 2008 teil des UNESCO weltkulturerbes.
das schöne an melaka sind seine engen straßen, und die tatsache, dass man dort durchaus zu fuß spazieren gehen kann, ohne von zu viel verkehr eingeschüchtert zu werden. wir haben ein nettes hostel in chinatown bekommen, und waren überrascht, wie gut dieser teil der stadt wirklich erhalten war. die meisten häuser waren architektonisch sehr ähnlich mit singapur oder kuala lumpur – noch ein überbleibsel aus der zeit, in der malaysien eine englische kolonie war. die häuser waren jedoch großteils sehr schön restauriert und renoviert.
das andere nette viertel melakas ist ein relikt aus der zeit unter holländischer herrschaft. am stadtplatz steht noch das alte rathaus, sowie einige andere häuser, die aus dieser zeit stammen und auch sehr schön wiederhergestellt sind.
wir hatten das glück, und waren am wochenende dort – am wochenende gibt’s in chinatown nämlich immer einen „night market“. die gesamte hauptstraße wird zur fußgängerzone, und gegen abend schießen eine unglaubliche menge an standln aus dem boden, die neben verschiedenen chinesischen köstlichkeiten auch allen möglichen ramsch anbieten. musikalisch untermalt ist dieses spektakel bei ca 50-60-jährigen chinesen, die sich mit karaoke die zeit vertreiben und mit voller innbrunst (nicht immer gaaanz richtig) singen. es war wirklich ein spektakel, das wir sehr genossen haben.
zudem erwähnenswert ist eine kurze bootsfahrt am melaka-fluss, die wir am abend unseres letzten tages gemacht haben. die promenade entlang des flusses ist hell beleuchtet, genauso wie die diversen sehenswürdigkeiten, und man bekommt einen guten eindruck von der stadt.
kurz und gut: melaka hat uns ebenso gut gefallen, und auch hier sind wir im endeffekt eine nacht länger geblieben, als geplant war.
heute (am 24. jänner) sind wir nach kuala lumpur zurückgefahren und werden von hier aus morgen nach phuket fliegen. unsere reise neigt sich langsam, jedoch leider unaufhaltbar, dem ende zu – die letzte woche beginnt… wir bleiben noch zwei tage in phuket, und treffen uns anschließend mit ruth in bangkok, wo wir gemeinsam noch vier weitere tage bleiben. dann heißt es für uns wieder zurück nach hause – und wir wissen jetzt schon, dass wir von diesem letzten halben jahr mit einem lachenden, und einem weinenden auge abschied nehmen werden. weinend, weil wir es sicher ganz gut noch das ein oder andere monat „on the road“ aushalten würden. lachend, weil wir uns natürlich auch schon sehr darauf freuen, euch alle wieder zu sehen!
in diesem sinne, wünschen wir euch einstweilen wie üblich viel spaß mit den fotos, und unsere berichte von thailand werden dann von zu hause folgen…








