


nach dem ersten drittel unserer reise haben wir ende oktober ein fazit über die länder, die wir bis dahin besucht hatten, veröffentlicht - und dies wäre eigentlich auch unser plan für das zweite und letzte drittel gewesen. die zeit ist uns jedoch irgendwie zwischen den fingern zerronnen, daher haben wir diese länder-resumés der fehlenden länder singapur, australien, malaysien und thailand jetzt nachgeholt, und möchten sie in diesem (vorletzten) eintrag veröffentlichen...
1. fazit: singapur
2. fazit: australien
4. fazit: thailand
sooo… mittlerweile sind wir schon wieder in good old austria angelangt, haben unsere familien wiedergesehen und versucht, zu realisieren, dass tatsächlich ein halbes jahr vergangen ist... natürlich haben wir aber nicht vergessen, dass wir euch noch ein paar berichte schuldig sind. also – soviel sei schon verraten: in diesem blogeintrag geht es um unsere letzten stationen phuket und bangkok, und in den nächsten tagen werden wir hier noch sowohl ein fazit über die länder, die bei unserem eintrag „fazit: erstes drittel“ fehlten, sowie eine kleine gesamt-zusammenfassung der highlights unserer letzten sechs monate veröffentlichen.
aber eines nach dem anderen…
phuket (25. – 27. jänner)
unser letzter eintrag berichtete noch von melaka, wo wir uns 3 tage aufgehalten haben. anschließend sind wir am 24. jänner zurück nach kuala lumpur gefahren, um dort dann am 25. abends nach phuket weiterzufliegen.
in phuket angekommen, sind wir mit dem taxi nach längerem verhandeln über den preis in unser hostel im zentrum der stadt gefahren. von dort aus sind wir dann am nächsten tag nach kata-karon, einem langen und schönen, scheinbar „ruhigerem“ und „einsameren“ strand gefahren – von ruhig und einsam konnte jedoch nicht wirklich die rede sein… der strand selbst und das wasser waren wie im bilderbuch (weißer, feiner sandstrand und türkises wasser), aber die menschen aalten sich wie sardinen am wasser.
da war uns eigentlich das zentrum phukets mit seinen märkten und vielen verschiedenen essens-standln lieber, denn dort gab’s viel mehr zu schauen. daher sind wir an unserem letzten tag in phuket auch nicht mehr an den strand gefahren, sondern in der stadt geblieben, von wo aus wir dann am 27. am abend mit einem nachtbus nach bangkok gefahren sind…
bangkok (28. jänner – 01. februar)
… wo wir dann auch am 28. jänner um 6 uhr früh angekommen sind. geplant war, dass wir dort am nachmittag des 28. uns mit ruth und steffen treffen, und unsere letzten vier urlaubstage mit den beiden gemeinsam verbringen. da sie jedoch leider erst am 29. kommen konnten, haben wir schon mal unser hotel – diesmal das elegante marriott resort & spa – inspiziert und uns in diese oase aus grünen palmen und angenehm kühlen pool zurückgezogen.
am 29. in der früh sind die beiden dann ebenfalls angekommen, und wir haben gemeinsam noch ein paar nette, entspannte und schöne, wenn auch etwas wehmütige (für uns beide) tage verbracht. neben bummeln, am pool entspannen und gegenseitigem auf-den-neuesten-stand-bringen, standen auch noch souvenir-shoppen, schneider und ganz ein bisschen sightseeing (der liegende buddha) auf dem programm, und so vergingen diese tage genauso wie der rest der letzten sechs monate – nämlich wie im fluge.
am 1. februar, um kurz vor mitternacht, war es dann soweit – wir sind in den flieger richtung heimat eingestiegen, und haben uns mit einem lachenden und einem weinenden auge von bangkok verabschiedet, stellvertretend für alle anderen unsere stops im letzten halben jahr.
cameron highlands (18. – 21. jänner)
wie wir ja schon in unserem letzten beitrag erwähnt haben, sind wir von taman negara aus in die cameron highlands gefahren. dort haben wir in einer enorm idyllischen kleinen pension im örtchen tanah rata ein zimmer für zwei nächte genommen. tanah rata liegt ungefähr auf 1.500 m seehöhe, und hat dadurch ein weniger heißes und v.a. weniger schwüles klima als der urwald oder kuala lumpur.
das kleine städtchen hat uns sofort gefallen. umringt von hügeln wirkte es irgendwie wie eine lustige mischung aus dem, was wir unter einem „größeren dorf am berg“ verstehen und einer asiatischen kleinstadt – ein bergdorf mit viel chinesischem und indischen essen… es war einfach nett, und wir haben uns pudelwohl gefühlt. am tag nach unserer ankunft haben wir mit einer tour (auf der wir die einzigen teilnehmer waren) eine teeplantage angesehen, waren auf ein aussichts-gipfel (ca 2.000 m höhe), sind durch den sogenannten „mossy forest“ (moosiger wald) gewandert, und waren in einer schmetterlingsfarm. jeder einzelne stop war sehr interessant. bei den teefeldern hat uns fasziniert, dass ein teebusch bis zu 300 jahre alt werden kann, und dass in früheren zeiten die frauen, die für die ernte zuständig waren, bis zu 30 kg teeblätter auf ihrem kopf trugen. heute geht die ernte zum großteil maschinell von statten, nur in den cameron highlands werden nach wie vor menschen benötigt, denn die felder sind für maschinen teils zu hügelig.
der „mossy forest“ wirkte einfach wie eine sagenwelt – wie direkt aus dem märchenbuch entsprungen (oder wir direkt ins märchenbuch gehüpft). dadurch, dass dieser regenwald so hoch gelegen ist, gibt es dort (gott sei dank) keine mosquitos und auch kaum schlangen. dafür ist jeder einzelne baum von einer dicken schicht moos überzogen, der boden sumpfrig-weich und die pflanzenvielfalt gewaltig.
in der schmetterlingsfarm haben wir viele verschiedene schmetterlinge beobachten können – jedoch leider ohne hintergrundinformation, wo sie eigentlich vorkommen etc.
nachdem wir von tanah rata so positiv überrascht waren, haben wir uns entschlossen, noch einen tag dranzuhängen und haben dafür die insel penang ausgelassen. diesen tag haben wir für herumspazieren, kaffee trinken, lesen etc verwendet – und er verging fast schneller, als uns lieb war ;-)
melaka (21. – 24.. jänner)
am 21. jänner ging es von tanah rata weiter – zuerst mit dem bus nach kuala lumpur, und von dort dann mit einem weitern bus nach melaka. melaka liegt südlich von kuala lumpur, am meer, und war seit 1500 von diversen europäischen mächten besetzt (portugal, holland & england). es war vor allem in früheren zeiten eine sehr wichtige hafenstadt, und ist seit 2008 teil des UNESCO weltkulturerbes.
das schöne an melaka sind seine engen straßen, und die tatsache, dass man dort durchaus zu fuß spazieren gehen kann, ohne von zu viel verkehr eingeschüchtert zu werden. wir haben ein nettes hostel in chinatown bekommen, und waren überrascht, wie gut dieser teil der stadt wirklich erhalten war. die meisten häuser waren architektonisch sehr ähnlich mit singapur oder kuala lumpur – noch ein überbleibsel aus der zeit, in der malaysien eine englische kolonie war. die häuser waren jedoch großteils sehr schön restauriert und renoviert.
das andere nette viertel melakas ist ein relikt aus der zeit unter holländischer herrschaft. am stadtplatz steht noch das alte rathaus, sowie einige andere häuser, die aus dieser zeit stammen und auch sehr schön wiederhergestellt sind.
wir hatten das glück, und waren am wochenende dort – am wochenende gibt’s in chinatown nämlich immer einen „night market“. die gesamte hauptstraße wird zur fußgängerzone, und gegen abend schießen eine unglaubliche menge an standln aus dem boden, die neben verschiedenen chinesischen köstlichkeiten auch allen möglichen ramsch anbieten. musikalisch untermalt ist dieses spektakel bei ca 50-60-jährigen chinesen, die sich mit karaoke die zeit vertreiben und mit voller innbrunst (nicht immer gaaanz richtig) singen. es war wirklich ein spektakel, das wir sehr genossen haben.
zudem erwähnenswert ist eine kurze bootsfahrt am melaka-fluss, die wir am abend unseres letzten tages gemacht haben. die promenade entlang des flusses ist hell beleuchtet, genauso wie die diversen sehenswürdigkeiten, und man bekommt einen guten eindruck von der stadt.
kurz und gut: melaka hat uns ebenso gut gefallen, und auch hier sind wir im endeffekt eine nacht länger geblieben, als geplant war.
heute (am 24. jänner) sind wir nach kuala lumpur zurückgefahren und werden von hier aus morgen nach phuket fliegen. unsere reise neigt sich langsam, jedoch leider unaufhaltbar, dem ende zu – die letzte woche beginnt… wir bleiben noch zwei tage in phuket, und treffen uns anschließend mit ruth in bangkok, wo wir gemeinsam noch vier weitere tage bleiben. dann heißt es für uns wieder zurück nach hause – und wir wissen jetzt schon, dass wir von diesem letzten halben jahr mit einem lachenden, und einem weinenden auge abschied nehmen werden. weinend, weil wir es sicher ganz gut noch das ein oder andere monat „on the road“ aushalten würden. lachend, weil wir uns natürlich auch schon sehr darauf freuen, euch alle wieder zu sehen!
in diesem sinne, wünschen wir euch einstweilen wie üblich viel spaß mit den fotos, und unsere berichte von thailand werden dann von zu hause folgen…